Was heißt Hexe

Spontan:

Eine Frau mit Grenzwissenschaftlichem Wissen und Talent,  Verbundenheit mit der Natur, Hintergrund meist Pagan, Animistisch – Pantheistisch orientiert, zumeist Verehrung einer Göttin wie Hekate, Isis oder wie in meinem Fall Shakti. Intuitive Verbindung mit der Natur, in Verbindung mit grenzwissenschaftlichem Bewusstsein, modern gesagt, mit dem Bewusstsein um die Grenzen der Wissenschaft und intuitiven Gespür für die Geheimnisse der Natur. Liebe zur Natur ist vielen in die Wiege gelegt.

Sie sammeln Kräuter, meditieren auf einsamen Waldlichtungen und sammeln Pilze.

 

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Heilige Bäume

Sie kennen heilige Plätze im Wald und viele haben ihren eigenen, vertrauten Baum, den sie immer wieder aufsuchen. Ich glaube, zum Beispiel dran dass die Natur als ganzes mehr ist als die Summe ihrer Einzelteile, das sie eine Seele, Bewusstsein und eine unfassbare Ur-Intelligenz hat,  ja dass sie eben Mutter Natur ist, die große Göttin. Einer ihrer vielen Namen ist Shakti.

Der Hexenglaube ist ursprünglich ein paneuropäischer Volksglaube, dessen Wurzeln in die vorchristliche Zeit und ihren Götterglauben zurück reicht.  So ist im postkeltischen Kulturkreis von Feen (Morgane etc.) die Rede, die gut und böse sein konnten, in Irland zweigesichtig dargestellt wurden. Im postgermanischen Raum steht der Begriff Elfe primär für ein gutes Wesen.  Ansonsten gibt es eher als Folge römischer Indoktrination, die böse Hexe. Sie ist böse weil sie die Lügen der römischen Staatsreligion durchschaut und den Römern kein Wort glaubt.

Das märchenhafte Stereotyp der Hexe, nämlich einer Frau, die auf einem Besen reitet – hinzu kommt oft die Begleitung durch einen schwarzen Vogel, wahrscheinlich einer der beiden Raben Odins, oder eine schwarze Katze – leitet sich von der Vorstellung eines Wesens ab, das sich in Hecken oder eher in Hainen aufhält oder auf Grenzen reitet.

Hexenbesen: Aus der Zaunstange, meist gegabelte Äste, wurde in der bildlichen Darstellung der Hexenbesen. Diese Version unterlag jedoch bereits christlicher Einflussnahme. Für das Bild von der Zaunreiterin gibt es verschiedene Erklärungen: Einmal um eine Art archaischer Wald-Priesterinnen gehandelt haben, andererseits wird auch ein abstraktes Bild bemüht: Wesen, die auf Zäunen sitzen, befinden sich auf einer Grenze von kultiviertem Raum zur unkultivierten Natur.

Wenn die Hecke vielleicht mit dem Bannkreis, der vorchristliche Kultorte umgab und eine Trennlinie zwischen der diesseitigen Welt und der jenseitigen Welt darstellt, identifiziert werden kann, so ist die Hexe eine Person, die zwischen beiden Welten vermitteln kann. Sie besitzt somit divinatorische, aber auch heilende Fähigkeiten und hohes Wissen, und hat damit die Eigenschaften der vorchristlichen Kultträger.

Von je her sind die Bedeutungen Orakelsprechende, Zaubersprechende, (Hell-)Seherin und weitere in der Bezeichnung Hexe eingeschlossen – alles Attribute, die auch der nordischen Freya, der irischen Brigid und anderen archaischen Göttinnen zugeordnet wurden.

Eine mögliche Herkunft des Archetypus „Hexe“ ist, wenn die Etymologie des englischen witch stimmt, eine Frau mit okkultem oder Naturheilwissen, die unter Umständen einer Priesterschaft angehörte. Dies ist eine Übertragung der Fähigkeiten (Heilen, Zaubern, Wahrsagen) der Göttin Freya und vergleichbarer Göttinnen in anderen Regionen auf ihre Priesterinnen, die im frühchristlichen Umfeld noch lange in der gewohnten Weise agierten.

Mit der Eroberung Germaniens durch die römische Staatsreligion“ Christentum“ wurden die heidnischen Lehren und ihre Anhänger dämonisiert und der Begriff Hexe Pejorativ  gemeint.


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